KLASSISCHE HOMÖOPATHIE

WIE LÄUFT DAS AB?

Den Anfang macht die so genannte "große Anamnese".
Damit ist ein sehr ausführliches Gespräch gemeint, in dem man sich ein detailliertes Bild vom Patienten macht.
Insbesondere seine Stärken und Schwächen, seine Leiden heute und in der Vergangenheit sind dafür wichtige Aspekte.

In einer anschließenden Analyse werden dann aus diesem Gesamtbild die wesentlichen Züge der Person und ihres Gesundheitszustandes heraus gearbeitet.
Um das homöopathische Mittel für den Patienten zu finden, wird bei dieser ganzheitlichen Methode der gesamte Organismus mit in die Heilung einbezogen.

Die Aufgabe eines Homöopathie Therapeuten besteht darin, für jeden Patienten, das dem jeweiligen Krankheitszustand entsprechende, individuelle homöopathische Mittel zu ermitteln
Auch die Dosis und Stärke des homöopathischen Mittels werden der Empfindlichkeit des Patienten angepasst.
Während der Wirkung des Medikamentes wird der Verlauf der homöopathischen Behandlung individuell begleitet und beobachtet.

WIE FUNKTIONIERT HOMÖOPATHIE?

Der Erfinder der Homöopathie Dr. med. habil. Samuel Hahnemann formulierte 1769 "Similia similibus curentur" (Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt).
Das bedeutet, eine Substanz die einen Gesunden krank macht, kann eine Krankheit mit ähnlichen Symptomen heilen.
Durch eine starke Verdünnung wirkt dieser Reiz jedoch nicht schädigend.
Während des Verdünnens wird die Arznei systematisch verschüttelt oder verrieben, um ihre sanfte Heilkraft zu entfalten.

HOMÖOPATHIE REGT DIE SELBSTHEILUNG AN?

Symptome zeigen, dass der Organismus versucht, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen (z.B. Fieber).
Symptome sind nicht die Krankheit selbst! Sie sind Ausdruck der Selbstheilungskraft im Körper.
Manchmal ist der Körper jedoch geschwächt, sodaas die Selbstheilung eingeschränkt ist oder versagt.
Die Erkältung kommt immer wieder, man fühlt sich erschöpft, antriebslos und völlig ausgelaugt.
Oder eine Krankheit wird chronisch, Überreaktionen des Körpers (Allergien, Rheuma), oder andere schwere Störungen.

Die Selbstheilungskraft reagiert nicht mehr auf das Symptom, zum Beispiel den Schmerz, um den Organismus zur Selbstheilung anzuregen.
Äußere Einflüsse wie z.B. emotionaler oder physischer Stress, Medikamente oder Gifte.
Aber auch erbliche Belastungen können dieses empfindliche Gleichgewicht gestört haben.
Das ist der ideale Einsatzbereich für die Klassische Homöopathie!

Die Symptome dürfen nicht unterdrückt werden, um dann bei der nächsten Gelegenheit wieder auszubrechen.
Der Körper muss jetzt zur Selbstheilung angeregt werden. Das richtig gewählte homöopathische Mittel wird einen möglichst ähnlichen Reiz (=Symptom) ausüben, wie die Krankheitsreize, auf die der Körper nicht reagiert hat.
Dann kann der Organismus auf die Einnahme der Homöopathie mit einer angeregten Selbstheilung reagieren
In der Homöopathie werden nicht die Symptome behandelt oder unterdrückt, sondern der Grund der Erkrankung, die Schwäche der Selbstheilungskraft kuriert.
Aus diesem Grund bezeichnet man die klassische Homöopathie auch als Regulationstherapie, da sie nicht nur auf einzelne Symptome oder Organe, sondern immer auf den ganzen Menschen wirkt und sein Wohlbefinden auf allen Ebenen verbessert.